Wie ich zum Schreiben kam
Weckruf!
Wie viele Schreibende wurde auch ich von Personen aus meinem Umfeld motiviert, doch etwas zu schreiben.
"Das liest sich so gut, wenn Du schreibst ...", sagten sie.
Wie gerne glaubt man das!
Und setzt sich voll motiviert hin und schreibt schwungvoll eine halbe Seite. Doch etwas passt nicht. Man denkt dann, 'morgen ist auch noch ein Tag'.
Am anderen Tag setzt man sich wieder hin und wartet gespannt auf den Kuss der Muse ... und wartet ... und wartet ... doch heute küsst sie nicht, das Biest.
Stattdessen gibt es einen Kaffee vom Schatz. Oder auch nicht. Irgendwann dann realisiert man, das muss man richtig anpacken.
Hilfe naht
'Wenn die Not am Grössten ist, ist die Rettung am Nächsten!', sagt uns unsere Lebenserfahrung!
Hilfe findet man, je nach Lerntyp, zuerst einmal in der Literatur, heute natürlich auch im Internet.
'Wie schreibe ich einen guten Roman!', tönt doch gut.
Etliche gelesene Bücher später, sowie nach eingehender Internetrecherche, findet man dann die wahre Hilfe.
Schreibkurse, durch Profis vermitteltes Grundlagenwissen.
Der Kahn nimmt Fahrt auf!
Die Helfer

Auf der Suche nach professioneller Hilfe wurde ich bei der Volkshochschule Zürich (VHS) fündig. Gabriela und Franz Kasperski brachten mir im Rahmen des Kurses 'Kreatives Schreiben' das kleine 1 X 1 für Autoren bei. Dazu genoss ich coronabedingt bei Gabriela einen Krimi-Online-Kurs. Das Wissen vertiefte ich dann in einer Schreibgruppe bei Franz in der GeschichtenBäckerei.
https://geschichtenbaeckerei.ch/

Den nächsten Schritt tat ich im Schreibwerk Ost auf dem Iselisberg. Michèle Minelli und Peter Höner zeigten mir bei diversen Gelegenheiten neue Wege in der Welt des Schreibens. Dazu gab es auch noch Schreibmotivation durch Michèle und Einblicke in die Weinkunde durch Peter, den Winzer im Nebenamt.

Weiter ging es am Bildschirm. Die Schreibtrainerin, Frau Dr. Anette Huesmann, erweiterte mein Wissen und Können mittels diverser Online- und Videokurse.
Dazu brachte sie meine Bemühungen in einem persönlichen Gespräch mit einer fundierten Expertise wieder auf das richtige Gleis zurück.
https://www.die-schreibtrainerin.de

Danke...
... sage ich auch allen anderen Schreibenden und Lesenden, die mich in irgendeiner Form unterstützt und begleitet haben.
Am Anfang als Motivierende, die mich dazu brachten, überhaupt anfangen zu schreiben.
Dann in allen Schreibgruppen, wo ich von jeder Menge guter Tipps und Ratschlägen profitieren konnte.
Wie auch in meiner Schreib- und Autor:innengruppe in Frauenfeld, wo wir uns gegenseitig motivieren und unterstützen.
Und natürlich in meinem persönlichen Umfeld, wo ich von Elisabeth viel Verständnis und jede Unterstützung erhalte.
...und das kommt dann heraus...
Novemberschreiben
50'000 Wörter in dreissig Tagen?
Diese weltweit durchgeführte Challenge wird mittlerweile von einer millionenfachen Gemeinde praktiziert.
Man verpflichtet sich, in dreissig Tagen einen Roman aus 50'000 sinnvollen, zusammenhängenden Wörtern zu schreiben. Bekannt ist diese Schreibübung unter dem Begriff National November Writing Month.
Jemand betreibt eine Plattform, in meinem Fall ist es das Schreibwerk Ost. Man gibt jeden Abend eine blanke Zahl, nämlich das neue, kumulierte Total, ein. Niemand kontrolliert, man kann sich gerne selbst betrügen. Das Resultat ist ein unkorrigierter, erster Rohtext, ein Entwurf.
Über vierzig Teilnehmer machten dieses Jahr bei Michèle und Peter mit. Eine Rangliste zeigt täglich, wo man steht. Tolle Schreibübung!
PS: Wie sagte Hemingway doch so treffend: "Den ersten Entwurf kannst du immer runterspülen!" Und er meinte nicht die Bar.
PPS: Meine Stunde hat am 25.11. um 22:30h geschlagen - 50'000 Worte. Stand nach dreissig Tagen: 60'210 Worte. Es geht also!